Vitamin B ist gut für die Jobsuche, das weiß jeder 😉
Aber wozu noch? Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass sich hinter Vitamin B ein ganzes Themengebiet verbirgt – und nicht gerade ein unwichtiges!
Die interessantesten Einzelheiten über den Vitaminkomplex haben wir für Dich im Vitabay Magazin aufgelistet.
Die Familie der B-Vitamine hat acht Mitglieder, verschiedene Substanzen, nämlich: Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), Vitamin B6, Biotin (Vitamin B7), Folat (Vitamin B9) und Cobalamin (Vitamin B12).
Unsere Top 10 der Vitamin B Facts
#1. Wer Ahh sagt, muss auch ja zu Vitamin B sagen…
Das gilt insbesondere für Vegetarier und Veganer. Vor allem Vitamin B12 kommt in pflanzlichen Lebensmitteln fast gar nicht vor. Deshalb gehören Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, zur Risikogruppe für Vitamin B12 Mangel.
#2. Für Schlaumeier
B-Vitamine sind an vielen Prozessen im Gehirn beteiligt. Weil die Vitamine B6 und B12 zur Verringerung von Müdigkeit und zur normalen psychischen Funktion beitragen, kann bei einer Unterversorgung mit diesen Vitaminen die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Der Denker @Gimas /
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#3. Zusammen sind wir stärker!
B-Vitamine stehen mit anderen Vitalstoffen in positiver Wechselwirkung. Eisen und Calcium sind optimale Reaktionspartner von Vitamin B12. Vitamin B12 und Eisen haben gemeinsam, dass beide Stoffe an der Blutbildung beteiligt sind. Calcium fördert durch den Intrinsic Factor die aktive Aufnahme von Cobalamin und den Weitertransport des Vitamins von der Dünndarmwand ins Blut. Ist der Calciumspiegel im Körper zu niedrig, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Vitamin B12 Mangel. Vitamin B6 und Tryptophan sind ein starkes Team, weil Vitamin B6 zur Umwandlung von Tryptophan in das Glückshormon Serotonin beiträgt1. Das Ergebnis ist gute Laune!

Synergien @shutterstock
#4. Zufall!? Die Entdeckung von Vitamin B
Thiamin, Vitamin B1 oder Aneurin wurde vor rund 100 Jahren als erstes B-Vitamin entdeckt. In Japan und auf Java trat eine Vitaminmangelkrankheit namens Beri-Beri auf, nachdem man dort europäische Reisschälmaschinen eingeführt hatte. Aus der Reiskleie wurde Thiamin isoliert und festgestellt, dass der Mangel an diesem Vitamin für die Krankheit verantwortlich war. Thiamin ist vor allem in Vollkornprodukten enthalten. Weil die Forscher die Substanz zunächst fälschlicherweise für eine Aminogruppe hielten, prägten sie den Begriff „Vital-Amin“, von dem sich das heute gebräuchliche „Vitamin“ ableitet.

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#5. Dieses Kribbeln…
Bei der Einnahme von Niacin (Vitamin B3) kann der sogenannte „Flush“ auftreten, ein Kribbeln mit vorübergehender (harmloser) Rötung der Haut. Wer diese Wirkung als unangenehm empfindet, sollte auf Flush-Free Produkte zurückgreifen.
#6. Wer ist die schönste?
Biotin heißt auch Vitamin H, weil es zur Erhaltung normaler Haare beiträgt. Im Volksmund wird es deshalb „Schönheitsvitamin“ genannt. Zahlreiche Studien bezüglich der Einnahme von Biotin weisen auch eine Verbesserung der Hautbeschaffenheit2 und eine verbesserte Struktur der Nägel3 nach. Denk dran, Dein Vitamin B7 zu Hause denk lichtgeschützt aufzubewahren, denn es ist empfindlich gegenüber UV-Strahlung.

Spieglein, Spieglein
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#7. Nachwuchs
Es ist wichtig, dass Mutter und Kind in der Schwangerschaft genügend Folat (Vitamin B9) erhalten. „Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, sollten zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung 400 µg synthetische Folsäure pro Tag in Form eines Präparats einnehmen, um Neuralrohrdefekten vorzubeugen. Diese zusätzliche Einnahme eines Folsäurepräparats sollte spätestens 4 Wochen vor Beginn der Schwangerschaft anfangen und während des 1. Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden“, heißt es bei der DGE4.
Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei. Die synthetische Form von Folat heißt Folsäure. Diese Substanz ist beständiger gegenüber Hitze, Licht und Sauerstoff und kann außerdem vom Körper besser verwertet werden.
Wer (noch) keine Kinder haben möchte, sollte bedenken, dass durch die Anti-Baby-Pille Vitamin ein B6 Mangel auftreten kann.

Nur das Beste für die Kleinen @shutterstock
#8. Eingeschlichen
Das sind gar keine Vitamine! Einige Substanzen, die Wissenschaftler anfänglich als B-Vitamine identifizierten, wurden wieder aus dem Vitamin B Komplex gestrichen, da ihr Vitamincharakter nicht bestätigt werden konnte. Zu diesen vitaminähnlichen oder -verwandten Substanzen gehören Cholin (früher Vitamin B4), B13 Orotsäure (früher Vitamin B13), Natriumsalz der Pangamsäure (früher Vitamin B15) und Amygdalin (früher Vitamin B17). So erklärt sich auch, warum die Vitamin B Reihe nicht durchgehend nummeriert ist.

Erwischt! @shutterstock
#9. Oooh, seaweed is cool
Faultiere futtern die Algen aus ihrem Fell, um ihren Speiseplan zu erweitern. Gar nicht so dumm, aber welche Algen, die bioverfügbares Vitamin B enthalten, können wir zu uns nehmen? Chlorella (Gattung von Süßwasseralgen) ist eine der wenigen pflanzlichen Vitamin B12 Quellen, die das Supervitamin in reichlichem Maße liefert. Deswegen sind Nahrungsergänzungsmittel aus Algen eine bequeme Möglichkeit den Bedarf an Vitamin B12 zu decken – vor allem für diejenigen, die sich fleischlos ernähren wollen! Der Aufwand ist dabei ungefähr so groß, wie den ganzen Tag im Baum zu hängen. Total entspannt!

Dreifinger-Faultier
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#10. Auf die Schnelle
Wie schnell kann ein Vitamin B Mangel behoben werden? Das hängt vom Ausmaß des Mangels ab. Wird der Mangel früh erkannt und ist nicht schwerwiegend, kann er in kurzer Zeit behoben werden. Allerdings machen sich Mangelerscheinungen schleichend, manchmal erst nach Jahren bemerkbar – können dann aber sehr ernste Folgen haben. Über die Vitaminversorgung kann ein Urintest Aufschluss geben.

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Wenn Du genau über den Tagesbedarf an Vitamin B Bescheid wissen möchtest, schau doch mal in unser Lexikon!
Weiterführende Links
- Hvas AM, Juul S, Bech P, Nexø E. Studie über den Zusammenhang von Nährstoffen mit Depressionen Psychother Psychosom. 2004 Nov-Dec;73(6):340.
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31638351/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31749091/
- Angaben der DGE zu Referenzwerten